Tipps vom Profi

Freeride und Offpiste – Spaß abseits der Piste

Immer mehr Filme und Berichte animieren zum Ski- und Snowboardfahren abseits gesicherter und kontrollierter Pisten. In Wikipedia wird Freeriden als das Fahren im freien Gelände bzw. Variantenfahren, auch Backcountry- und off-piste-Fahren bezeichnet. Um sich selbst und andere nicht zu gefährden ist es sehr wichtig, einige Regeln zu beachten.

Kein Wintersportler, der nicht ortskundig und im Bereich Lawinenkunde bewandert ist, sollte sich allein in ungesichertes Gelände begeben. Am sichersten fährt man mit einem Ski- oder Bergführer, der sich an den Hängen vor Ort auskennt und die Gefahren am besten einschätzen kann.

Vor den Ausflügen ins Gelände sollten auf jeden Fall Kenntnisse bezüglich Schnee, Wetter, Gelände und Ausrüstung wie Rucksack, Lawinensonde, Erste-Hilfe-Paket, Handy, Lawinenschaufel und ein LVS-Gerät erworben werden. Diese Kenntnisse kann man in speziell für diesen Zweck angebotenen Kursen wie z.B. beim SAAC Camp https://www.saac.at erwerben.

Genauso wichtig ist die richtige Skitechnik:

Der Hauptschwerpunkt beim Tiefschneefahren lautet: „Oberkörper stabil, Beine agil”. Das heißt, dass die Aktionen durch die Beine eingeleitet werden. Diese sind den Ski am nächsten und agieren folglich auch am wirkungsvollsten. Der Oberkörper stellt dabei einen Fixpunkt dar, der das System Skifahrer und Ski stabilisiert. Zudem steigen die Anforderungen an das Gleichgewicht beim Tiefschneefahren enorm, da es hierbei auf eine gefühlvolle und präzise Druck und Belastungsregulation in alle Richtungen ankommt.

Weitere Punkte, die man beachten sollte:

  • Die Hoch- und Tiefbewegung sollte gefühlvoll und ausgewogenen sein, damit die Ski nicht versinken, sondern auf der Schneeoberfläche aufschwimmen. Die an die Schneehöhe angepasste Vertikalbewegung erleichtert somit das Kurvenfahren.
  • Durch die gleich starke Belastung beider Ski wird die Flächenwirkung vergrößert und das Auftriebsverhalten im tiefen Schnee erleichtert. Wenn ihr es schafft, euer Gewicht gleichmäßig auf beide Ski zu verteilen, könnt ihr Belastungsspitzen vermeiden und verhindert ein zu tiefes Einsinken oder unkontrolliertes Wegdriften eines Skis.
  • Ein engere Beinstellung – schmal fahren – vergrößert ebenfalls die Flächenwirkung der Ski und erleichtert das Drehen im Schnee. Jedoch sollte der Abstand der Ski über den gesamten Kurvenverlauf gleich bleiben.
  • Eine weitere Herausforderung beim Tiefschneefahren ist eine mittige Position. Zu viel Vorlage kann zu Stürzen über die Skischaufel führen und zu viel Rück lage erschwert die Schwungeinleitung und stört somit ein rhythmisches Schwingen.
  • Stockeinsatz und Handhaltung: Der Stockeinsatz ist gerade beim Tiefschneefahren eine sehr gute Rhythmushilfe. Die Handhaltung seitlich vorm Körper in der Höhe zwischen Hüfte und Schulter sorgt dafür, dass der Oberkörper ruhig und stabil wird und eine ungünstige Rücklage vermieden wird.

Erleben Sie mit der 1.donauwörther skischule im VSC und Ihren Schneesportlehrern die vielen situativen Ausprägungen der Skitechnik – fahren Sie mit uns mit!
Wir freuen uns auf die neue Schneesportsaison 2018 / 2019.

Ski heil, Euer
Jürgen Hölzl

Tipps vom Profi aus älteren Programmheften:

» Tipps vom Profi 2017 / 2018
» Tipps vom Profi 2016 / 2017
» Tipps vom Profi 2015 / 2016
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