Tipps vom Profi

Trends und Technik im Schneesport

Es gibt ein paar Trends, die das Winterhalbjahr 2017/2018 ausmachen, obwohl wirklich nennenswerte technische Neuheiten ausbleiben. Einige Trends, die man beobachten kann, sind die stärkere Zielgruppenorientierung (Beispiel: leichtere Ski für Frauen) oder spezielles Material für das Freeriden im Park und in der Pipe, beim Skitourengehen, u.v.m.

Bei der Skitechnik bestehen die Grundfunktionen nach wir vor aus Belasten, Kanten und Drehen, um gut Ski bzw. Snowboard zu fahren. Diese Grundfunktionen werden durch verschiedene Aktionen ausgeführt.
Will ich belasten, muss ich meine Last nach oben, unten, vorne, zurück, rechts, links verlagern. Dies geschieht über Vertikal- und Horizontalbewegungen. Die Aktionen sind: Beine beugen, Beine strecken, Oberkörper vorbeugen, Schwerpunkt auf ein Bein oder beide Beine verlagern.
Für das Kanten, das Aufkanten wie auch das Umkanten, sind Kippbewegungen verantwortlich. Kippbewegungen kennt man im Skifahren mehrere: Will der Skifahrer nur wenig Aufkanten, weil er nahe der Falllinie bleibt, setzt man die Aktion Fußkippen ein. Will man stärker kanten, braucht man die Aktion Kniekippen. Um von einer Kurvenrichtung in die nächste fahren zu können, muss als Aktion der ganze Körper kippen. Man kann zur Not aber auch einfach als Aktion die Hüfte seitwärts bewegen, um den Ski zu kanten.
Um die Grundfunktion Drehen zu erfüllen, kann diese durch die Aktionen Beinedrehen (einbeinig, beidbeinig) oder durch Drehen des ganzen Körpers erfolgen. Dabei kann die Aktion vorausdrehend, mitdrehend oder gegendrehend eingesetzt werden.

Armbewegungen gehören natürlich zum Skifahren dazu, immerhin kennen wir den Stockeinsatz. Armbewegungen unterstützen entweder Vertikal- oder Horizontal-bewegungen (z.B. Arme nach vorne halten) oder verstärken die Kipp- und Drehbewegung.

Die einzelnen Grundfunktionen können den Schwerpunkt der situativen Lösung darstellen (z.B. starkes Kanten auf eisiger Piste) oder nur wenig ausgeprägt sein (z.B. wenig Drehen auf blauen Abfahrten), immer aber muss sich der Skifahrer der Grundfunktionen bedienen, um erfolgreich Hänge und Pisten zu bewältigen.

Für die vielen unterschiedlichen Situationen müssen deshalb die Aktionen in ihren Bewegungsspielräumen variiert werden. So sind Richtung, Timing (von langsam zu schnell oder umgekehrt), Dynamik (langsam, schnell, kraftvoll, entspannt) und Umfang (z.B. umfangreiches oder geringes Strecken und Beugen) zu differenzieren.

Erleben Sie mit der 1.donauwörther skischule im VSC und Ihren Schneesportlehrern die vielen situativen Ausprägungen der Skitechnik – fahren Sie mit uns mit!
Wir freuen uns auf die neue Schneesportsaison 2017/ 2018.

Ski heil, Euer
Jürgen Hölzl

Tipps vom Profi aus älteren Programmheften:

» Tipps vom Profi 2016 / 2017
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» Tipps vom Profi 2014 / 2015
» Tipps vom Profi 2013 / 2014